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Medien 2016


Die Mehrsprachigkeit und Fragen rund um die Sprachen (Standardsprache und Dialekt, zum Beispiel) sind häufig im Fokus der Schweizer Medien. Das Forum für die Zweisprachigkeit bietet hier eine Auswahl von einschlägigen Artikeln und Radio-TV Sendungen.

 

Dezember 2016

28. Dezember, Walliser Bote: "Häufiger zweisprachig"
Landessprachen: Aus dem Ausland Eingewanderte sprechen häufiger zwei Schweizer Landessprachen als Schweizerinnen und Schweizer. Im Berufsleben ist Deutsch die am meisten gesprochene Sprache, gefolgt von Französisch und Englisch. Dies geht aus der Publikation Ein Porträt der Schweiz des Bundesamts für Statistik hervor.

20. Dezember, Freiburger Nachrichten: "Grangeneuve stärkt Zweisprachigkeit" [und] "Grangeneuve eröffnet die erste zweisprachige Klasse für Landwirte"
Zweisprachige Lehre: Ab Herbst 2017 führt das Landwirtschaftliche Institut Grangeneuve erstmals eine zweisprachige Klasse für die Ausbildung zum Landwirt. Das Projekt ist national ein Novum.

19. Dezember, Neue Zürcher Zeitung: "Die Rute bleibt im Sack - vorderhand" [und] "Bloss eine reduzierte Drohkulisse: Kommentar"

19. Dezember, Tages-Anzeiger: "Kein Bundeszwang zu Frühfranzösisch" [und] "Alain Bersets riskante Strategie geht auf"

19. Dezember, Thurgauer Zeitung: "Bundesrat Berset schont den Thurgau" [und] "Berset belässt es bei der Drohung" [und] ""Dann müssten wir eine Intervention akzeptieren" : Interview" [und] "Die Kavallerie bleibt im Stall : Kommentar"

19. DezemberWalliser Bote: "Französisch nicht per Gesetz" [und] "Thurgau überdenkt Entscheid zu Sprachenstrategie"

19. Dezember, Luzerner Zeitung: "Diktat aus Bern fällt aus" [und] "Berset belässt es bei der Drohung" [und] "Nachgefragt: Wir sind auf einem guten Weg" [und] "Kommentar: Ein vorläufiger Diktatverzicht"

19. Dezember, Corriere del Ticino: "Lingue: Il Governo sta alla finestra"

16. Dezember, Aargauer Zeitung: "Sprache und Beruf verzahnen"
Deutschkenntnisse: Esther Girsberger, Autorin und Publizistin, nimmt die Ergebnisse der PISA-Studie zum Anlass, um sich in einem Meinungsartikel zum Deutschunterricht in der Volksschule und den Berufsfachschulen zu äussern. Oft fehle es dem Unterricht an Praxisbezug. Sprachförderung sei dann wirksam, wenn sie sich an berufsspezifischen Inhalten und Kommunikationssituationen orientiert.

13. Dezember, Freiburger Nachrichten: "Der Wettbewerb zur Zweisprachigkeit hat nur ein kleines Echo gefunden"
Bilinguisme: le Prix de la Journée du bilinguisme 2016 récompense quatre projets développés dans les écoles fribourgeoises. Deux projets émanent de classes primaires, un troisième d'une école de maturité, et le quatrième du Service éducatif itinérant en lien avec l'éducation précoce spécialisée. Malgré le relais des organisations économiques, aucun dossier n'a été proposé par une entreprise. Voir communiqué de presse du 12.12.2016.

13. Dezember, Thurgauer Zeitung: "Albanisch an Thurgauer Schulen" [und] "Albanisch in den Lehrplan"
Sprachunterricht: Migrantenkinder sollen in der Volksschule zuerst ihre Muttersprache richtig lernen, bevor ihnen die deutsche Grammatik vertieft gelehrt wird. Ein Kantonsrat will eine entsprechende Interpellation verfassen und ist froh, dass Jürg Brühlman vom LCH die Idee eingebracht hat, neu zugezogene Kinder in benoteten Kursen ihre Muttersprache zu lehren und sie von weiteren Fremdsprachen wie Französisch und Englisch zu entlasten (siehe auch Presseschau vom 12.12.2016). Die Thurgauer Schulgemeinden hingegen winken ab.

12. Dezember, NZZ am Sonntag: "Albanisch statt Französisch an der Primarschule" [und] "Ein Fünftel aller 15-Jährigen kann diesen Text kaum verstehen. Wie ist das möglich?" [und] "Sprachenstreit: Lehrerverband: Kein Französisch für Migranten"
Fremdsprachenunterricht: Gemäss PISA-Studie kann jeder fünfte Schüler in der Schweiz einen einfachen Text kaum lesen und verstehen. Jürg Brühlmann, Leiter Pädagogik des Schweizer Lehrerverbands, lanciert die Idee, dass fremdsprachige Kinder mit Migrationshintergrund statt Französischunterricht Kurse in ihrer Muttersprache besuchen. Christoph Eymann, Präsident der EDK, bezeichnet die Idee als prüfenswert. Da Kinder mit Migrationshintergrund in der jüngsten PISA-Studie eher etwas aufgeholt haben, müssten deshalb auch Massnahmen für leseschwache Kinder deutscher Sprache gefunden werden.

12. Dezember, Tages-Anzeiger: "Migrantenkinder sollen in der Schule ihre Muttersprache lernen"

12. Dezember, Corriere del Ticino: "Scuola: Immigrati a lezione nella loro lingua"

9. Dezember, Luzerner Zeitung: "Wie weiter mit dem Französisch?"
Fremdsprachenunterricht: Eine von der Zentralschweizer Bildungsdirektorenkonferenz (BKZ) durchgeführte Fremdsprachenevaluation zeigte im vergangenen Frühling auf, dass nach der 8. Klasse ein erschreckend grosser Teil der Luzerner Schüler und Schülerinnen die Lernziele im Französischunterricht nicht erreicht haben. Die zweite Landessprache sei für viele Luzerner Schüler ein Krampf. Deswegen will der Kanton zusätzliche Lektionen verordnen. Die Initianten der Fremdspracheninitiative in Luzern möchten dagegen mit dem Start des Französischunterrichts bis in die 7. Klasse zuwarten.

6. Dezember, Luzerner Zeitung: "Staatspolitisch das falsche Signal"
Fremdsprachenunterricht: Der Regierungsrat beantragt dem Parlament die Ablehnung der Initiative "Eine Fremdsprache auf der Primarstufe". Der Regierungsrat will keine Insellösung, sondern strebt eine gesamtschweizerische Harmonisierung an. Bei einer Annahme würden die Luzerner Schülerinnen und Schüler gegenüber jenen in anderen Kantonen benachteiligt. Auch würde der geforderte Konzeptwechsel hohe Kosten verursachen. Der Kantonsrat wird über die Botschaft voraussichtlich im Januar 2017 entscheiden. Eine allenfalls notwendige Volksabstimmung ist für September 2017 geplant. Siehe auch Medienmitteilung vom 5.12.2016.


November 2016

25. NovemberFreiburger Nachrichten: "Murtner OS-Schüler lernen zweisprachig" [und] "Zweisprachige Klassen an der OS Murten"
Zweisprachige Klassen: Ab 2018 sollen in Murten und damit erstmals im Kanton Freiburg zweisprachige Oberstufenklassen gebildet werden. Vorbild sind die zweisprachigen Gymnasialklassen.

18. November, Tages-Anzeiger: "In Kaliforniens Schulen wird nun mehrsprachig unterrichtet"
Fremdsprachenunterricht: Als erster Bundesstaat hat Kalifornien den Unterricht in anderen Sprachen als Englisch erlaubt. Damit will man dem kulturellen Erbe der Einwanderer gerecht werde. Doch auch englischsprachige Kinder profitieren: Als Berufstätige erzielen sie dank Fremdsprachenkenntnissen höhere Löhne.

15. November, Neue Zürcher Zeitung: " Englisch soll Primarschulfach bleiben "
Fremdspracheninitiative: Der Zürcher Kantonsrat lehnt die Volksinitiative "Mehr Qualität - eine Fremdsprache an der Primarschule" mit 96 zu 68 bei 5 Enthaltungen ab. Die Initiative verlangt, dass an den Zürcher Primarschulen nur noch eine Fremdsprache unterrichtet wird. Ob dies Französisch oder Englisch sein soll, lassen die Initianten offen (siehe Geschäftsverlauf). In einem Interview spricht sich die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner für das Erlernen von zwei Fremdsprachen auf Primarstufe aus.

15. November, Tages-Anzeiger: "Nein zur Streichung einer Fremdsprache" [und] "Franz und Englisch sind besser als ihr Ruf" [und] "Den Sprachfrieden nicht mit der "Abrissbirne" zerstören" .

15. November, Aargauer Zeitung: "Es wäre eine Vergeudung" [und] "Mehrheit bekennt sich zu Sprachkompromiss" 

Oktrober 2016

26. Oktober, SRF-Sendung Kontext "La leçon: Frühfranzösisch auf der Probe"
Sprachenunterricht: Die Radiosendung "Kontext" befasste sich mit dem Zusammenhang von frühem Fremdsprachenunterricht und der späteren Sprachkompetenz. Siehe Sendung vom 26.10.2016.

24. Oktober, NZZ am Sonntag: "Sprachenvielfalt ist eine kostbare Ressource"
Mehrsprachigkeit: In einem Land mit vier Landessprachen aufzuwachsen, sei nicht nur eine kulturelle Bereicherung. Es verhelfe auch zu Vorteilen in der Welt der Forschung, schreibt Martin Vetterli, Präsident des Forschungsrats des Schweizerischen Nationalfonds.

20. Oktober, RSI News: " Plurilinguismo, UFO virtuoso"
Artikel lesen

20. Oktober, Basler Zeitung: "Erste Hürde genommen"
Fremdsprachenunterricht / Passepartout: Die beiden im Frühling vom Komitee "Starke Schule Baselland" eingereichten Volksinitiativen "Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf Primarstufe genügt" und "Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt" sind rechtsgültig. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, die beiden Initiativen gültig zu erklären. Teilt der Landrat das Urteil, werden die Abstimmungsvorlagen ausgearbeitet.

15.Oktober, Revue Einstieger:" Ich weiss jetzt, was das berndeutsche Wort ‹momou› bedeutet"
Deutsch im Lehrbetrieb, Französisch in der Berufsfachschule: Melissa Sarais absolviert ihre berufliche Grundbildung als Detailhandelsfachfrau EFZ in zwei Sprachen. Ihr Lehrbetrieb ist das Do it + Garden der Migros im Centre Brügg bei Biel.
siehe Artikel 

13. Oktober, Appenzeller Zeitung: "Nein zum Sprachengesetz"
Sprachengesetz: Die Ausserrhoder Regierung lehnt die Änderung des Sprachengesetzes des Bundes ab. Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig. Auch wertet die Regierung das Vernehmlassungsverfahren als politisches Signal an die Kantone. Für die Kommunikation politischer Signale sollte aber das Instrument der Vernehmlassung nicht verwendet werden.

11. Oktober, Zeitgeschehen im Fokus: "Sprich mit mir in deiner Sprache und ich bringe dir meine bei!"
siehe Artikel

10. Oktober, Basler Zeitung: "Die Sprache der Wirtschaft"
Fremdsprachenunterricht: Wirtschaftsvertreter sind sich uneinig, welche Sprache an Schweizer Primarschulen zuerst unterrichtet werden soll. Während sich Rudolf Minsch von Economiesuisse für den Englischunterricht ausspricht, engagiert sich Hans-Ulrich Bigler vom Gewerbeverband für den Französischunterricht.

10. Oktober, Thurgauer Zeitung: "Verbände unterstützen Berset im Sprachenstreit" [und] "Diese Stundentafel lehnen wir ganz klar ab"

10. Oktober, Südostschweiz: "Primarschüler können mehrere Sprachen lernen"
Fremdsprachenunterricht: Mit einer Teilrevision des Volksschulgesetzes soll der Französischunterricht, der heute auf der 5. Primarklasse beginnt, auf die Sekundarstufe verschoben werden. Ausgangspunkt dieser vorgeschlagenen Gesetzesänderung ist eine erheblich erklärte Motion. Der Regierungsrat legt nun dem Grossen Rat die Botschaft und den Entwurf zur Änderung des Volksschulgesetzes vor.

07. Oktober, Basler Zeitung: "Wo bleibt die Debatte zur Bildungsreform?: Kommentar"
Fremdsprachenunterricht: Katja Christ, Präsidentin der Grünliberalen Partei Basel-Stadt und Grossrätin, äussert sich in einem Meinungsartikel zur Debatte um den Fremdsprachenunterricht an den Schulen. Sie verlangt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und die Erfahrungen aus der Praxis von Seiten der Politik ernster genommen werden

07. Oktober , Neue Zürcher Zeitung: "Mehrheit für Mehrsprachigkeit"
Fremdsprachenunterricht: Die Mehrheit der Kommission für Bildung und Kultur des Kantonsrats lehnt die Volksinitiative "Mehr Qualität - nur eine Fremdsprache an der Primarschule" mit 9 zu 6 Stimmen ab. Die meisten Kinder seien von einer zweiten Fremdsprache nicht überfordert, auch die Migrantenkinder nicht. Siehe auch Medienmitteilung vom 6.10.2016

04. Oktober
Neue Zürcher Zeitung: "Lehrer plädieren für Frühfranzösisch" 
Berner Zeitung: "Ausscheren beim Sprachenunterricht erhöht Kosten für Nachhilfe" 
St. Galler Tagblatt: "Die Lehrer stehen auf Bersets Seite" [und] "Kantone sollen Heft in die Hand nehmen: Kommentar"
Basler Zeitung: "Für ein Machtwort im Sprachenstreit"
Fremdsprachenunterricht: Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und das Syndicat des enseignants romands (SER) sprechen sich in einer gemeinsamen Vernehmlassung zum Sprachengesetz für den Start einer zweiten Landessprache in der Primarschule und für einen durchgehenden Unterricht bis zum Ende der obligatorischen Schule aus (siehe Presseschau von gestern).

01. Oktober, Basler Zeitung: "Bald Klassenlager in der Romandie obligatorisch?"
Fremdsprachen: Im Kanton Basel-Landschaft sollen die Schulen der Sekundarstufe I künftig mindestens ein obligatorisches Klassenlager in der Romandie durchführen. Dies wird in einem Vorstoss verlangt, der am vergangenen Donnerstag im Landrat eingereicht wurde.

01. Oktober, Webseite LCH, konsultiert am 3.10.2016
Sprachenunterricht: Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) und das Syndicat des enseignants romands (SER) sprechen sich in einer gemeinsamen Vernehmlassung zum Sprachengesetz für den Start einer zweiten Landessprache im der Primarschule und für einen durchgehenden Unterricht bis zum Ende der obligatorischen Schule aus. Siehe Medienmitteilung vom 3.10.2016. Gleichzeitig wurde ein vom LCH in Auftrag gegebener Bericht publiziert, der die durch die kantonalen Unterschiede im Fremdsprachenunterricht entstehenden Kosten für Nachholbildung durch Umzüge innerhalb der Deutschschweiz aufzeigt.

September 2016

26. September, Aargauer Zeitung: "Sprachenstreit: Bund soll nicht eingreifen"
Fremdsprachenunterricht: In seiner Antwort auf die Vernehmlassung zur Revision des Sprachengesetzes ruft der Aargauer Regierungsrat dazu auf, die Bildungshoheit der Kantone zu achten. Mit seiner Haltung stützt der Aargauer Regierungsrat vollumfänglich die Stellungnahme der EDK vom 23. Juni 2016 und spricht sich für die Beibehaltung des bisherigen Sprachengesetzes aus. Siehe Medienmitteilung vom 23.9.2016.

26. September, Zuger Zeitung: "Grüezi und guten Tag im Kindergarten" [und] "Kommentar: Es braucht zwei Sprachen"
Mundart: Mit 13 338 Ja- zu 20 335 Nein-Stimmen wurde die Initiative "Ja zur Mundart" der Zuger SVP abgelehnt. Angenommen wurde mit 20 582 Ja- zu 12 356 Nein-Stimmen der Gegenvorschlag von Kantonsparlament und Regierung. Die Initiative hatte verlangt, dass im Kindergarten und in der Primarschule in den Fächern Musik, Bildnerisches und Handwerkliches Gestalten sowie Sport Mundart Unterrichtssprache ist. Mit dem angenommenen Gegenvorschlag wird im Kindergarten grundsätzlich Mundart, in der Primarstufe grundsätzlich Standardsprache gesprochen. Im Kindergarten kann somit weiterhin situationsbezogen Hochdeutsch gesprochen werden.

23. September, Der Bund: "Pulver gegen Zwang im Sprachenstreit" [und] "Dann hätten wir eine verletzte Romandie"
Sprachenunterricht: Bernhard Pulver, Erziehungsdirektor des Kantons Bern, stellt sich im Interview gegen die Einmischung des Bundes in den Sprachenunterricht an der obligatorischen Schule.

23. September, Thurgauer Zeitung: "Eine Erfolgsgeschichte"
Zweisprachige Maturität: Seit zehn Jahren bietet die Kantonsschule Romanshorn in sogenannten Immersionsklassen Unterricht in Englisch und Deutsch an. Das Interesse ist so gross, dass seit diesem Schuljahr erstmals zwei solche Klassen geführt werden.

21. September, Luzerner Zeitung: "Ansichten : Frühenglisch - ein schulischer Leerlauf"
Fremdsprachenunterricht: In einem Meinungsartikel äussert sich Mario Andreotti, Dozent für Neuere deutsche Literatur und Buchautor, zum Spracherwerb. Erst auf der Oberstufe, mit dem Einsetzen des abstrakten Denkens, setze die Fähigkeit zum analytischen Spracherwerb ein. Kindern auf Primarstufe eine Fremdsprache analytisch beizubringen, sei ein pädagogischer Sündenfall

20.September, Schaffhauser Nachrichten: "Sprachenstreit: Vorwürfe gegen Erziehungsdepartement" [und] "Sprachenstreit: Amsler verteidigt sich"
Fremdsprachenunterricht: Wissenschaftler, die in ihrer Forschung den Nutzen von frühem Fremdsprachenunterricht anzweifeln, sollen von den Bildungsbehörden unter Druck gesetzt und diskreditiert worden sein (siehe Presseschau von gestern). Christian Amsler, Vorsteher des Erziehungsdepartements des Kantons Schaffhausen, weist diese Vorwürfe zurück.

19. September, Ostschweiz am Sonntag: "Früh übt es sich nicht leichter"
Fremdsprachen: Ab welchem Alter sollen Kinder in der Schule eine Fremdsprache erlernen? Dieser Frage gehen der Neuropsychologe Martin Meyer und die Sprachwissenschafterin Simone Pfenninger der Universität Zürich nach. Sie diskutieren die idealen Rahmenbedingungen für das erfolgreiche Erlernen von Fremdsprachen in der Schule

19. September, NZZ am Sonntag: "Streit um Frühfranzösisch: Behörden unterdrücken kritische Forschung" [und] "Kartell des Schweigens"

19. September, Basler Zeitung: "Diskreditierte Forschung"
Fremdsprachenunterricht: Wissenschafter, die den Nutzen von frühem Fremdsprachenunterricht anzweifeln, sollen von den Bildungsbehörden unter Druck gesetzt und diskreditiert werden. Im Fokus stehen die Untersuchungen der Sprachwissenschafterin Simone Pfenninger

19. September, Ostschweiz am Sonntag: "Früh übt es sich nicht leichter"
Fremdsprachen: Ab welchem Alter sollen Kinder in der Schule eine Fremdsprache erlernen? Dieser Frage gehen der Neuropsychologe Martin Meyer und die Sprachwissenschafterin Simone Pfenninger der Universität Zürich nach. Sie diskutieren die idealen Rahmenbedingungen für das erfolgreiche Erlernen von Fremdsprachen in der Schule.

14.September, Webseite des Kantons Schaffhausen, konsultiert am 14.9.2016
Sprachenunterrricht: Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen steht im Grundsatz und in Übereinstimmung mit dem Erziehungsrat nach wie vor hinter der Sprachenstrategie der EDK, wie er in seiner Antwort auf die Vernehmlassung zur Revision des Sprachengesetzes festhält. Siehe Medienmitteilung vom 13.9.2016

12. September, Ostschweiz am Sonntag: "Pädagogischer Sündenfall: Kommentar"
Sprachenunterricht: Publizist Lukas Niederberger kommentiert die Debatte zum Französischunterricht auf der Primarstufe.

08. September, Neue Zuger Zeitung: "Wie viel Mundart braucht die Schule im Kanton Zug?"
Mundart: Die Mundartinitiative verlangt, dass im Kindergarten und in einigen Fächern der Primarschule ausschliesslich Mundart zu sprechen sei. Das geht den Gegnern der Initiative zu weit.

07.September, Neue Zuger Zeitung: "Nur Grüezi oder auch Guten Tag?" [und] "Meinungen zur Mundartinitiative"
Mundart im Kindergarten: Am 25. September wird im Kanton Zug über die Volksinitiative "Ja zur Mundart!" abgestimmt. Diese verlangt unter anderem, dass im Kindergarten Mundart als Unterrichtssprache im Schulgesetz festgeschrieben wird. Pro und Contra-Argumente zur Initiative.

06. September, Thurgauer Zeitung: "Rekord beim Frühfranzösisch" [und] "In Rekordzeit ans Ziel vorgestossen"
Französisch auf der Primarstufe: Letzen Donnerstag hat Erziehungsdirektorin Monika Knill angekündigt, dass der Grosse Rat noch einmal über die Abschaffung des Französischunterrichts auf der Primarstufe entscheiden soll (siehe Presseschau vom 2.9.2016). Nur einen Tag vorher war eine parlamentarische Initiative mit genau diesem Ziel eingereicht worden

06. September, Neue Zuger Zeitung: "Abstimmung gibt zu reden"
Mundart im Kindergarten: An der PH Zug fand eine Podiumsdiskussion zur Mundartinitiative statt. Bildungsdirektor Stephan Schleiss erläuterte in seinem Referat den Gegenvorschlag des Regierungs- und Kantonsrats. 

05. September, Neue Zürcher Zeitung: "Entspannung im Sprachenstreit"
Sprachenunterricht: Die Kommission für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Nationalrats hat beschlossen, ihre Kommissionsinitiative "Erlernen einer zweiten Landessprache ab der Primarschule" zurückzuziehen. Mit dieser Geste möchte die WBK die Erfolgsaussichten der Revision des Sprachengesetzes erhöhen. Siehe Medienmitteilung vom 2.9.2016.

 

 

 

August 2016

30. August, Neue Zürcher Zeitung: "Das Leben zählt, nicht die Schule"
Mehrsprachigkeit: In einem Meinungsartikel schreibt Paul Schneeberger, dass es schwer zu beurteilen sei, ob Deutschschweizer und Romands heute mehr nebeneinanderher leben, als sie das immer schon taten. Der nationale Zusammenhalt stehe jedenfalls nicht auf dem Spiel. Ziehe man in Betracht, dass der Sprachunterricht in der Schule nicht mehr sein kann als ein Türöffner für Mehrsprachigkeit und ein Vermittler von Einblicken in andere Kulturen, seien die Bestrebungen des Bundes, in die kantonale Bildungshoheit einzugreifen, überzogen.

29. August, Tages-Anzeiger: "Wir müssen eine Grenze ziehen"
Sprachenunterricht: SP-Nationalrat Mathias Reynard befürchtet, dass das Schulfach Französisch aus der Deutschschweiz verschwindet.

29. August, Neue Luzerner Zeitung: "Tessiner aufgeschreckt" [und] "Wird Italienisch im Sprachenstreit vergessen?"
Sprachenunterricht: In der italienischsprachigen Schweiz verfolgt man die Diskussion um das Frühfranzösisch an Deutschschweizer Primarschulen mit Sorge. Denn über Italienisch wird nie gesprochen

23. August, Basler Zeitung: "Vorläufig kein Frühfranzösisch"
Sprachenunterricht: In seinem Bericht zur Fremdsprachensituation an der Volksschule kommt der Regierungsrat zum Schluss, dass beim Sprachenunterricht auf Primar- und Sekundarstufe einiges geändert werden muss. Verbesserungen sollen ab dem Schuljahr 2020/21 eingeführt werden (siehe auch Presseschau vom 22.8.2016). Mit dem definitiven Entscheid Englisch vor Französisch zeige der Aargau zudem, dass der Bildungsraum Nordwestschweiz für ihn keine Bedeutung mehr habe.

22. August,  Basler Zeitung: "Immer weniger Sprachreisen" [und] "Grosses Angebot, weniger Kunden" Sprachreisen: Veranstalter von Sprachreisen beklagen Umsatzeinbussen. Seit 2006 ist die Zahl der Teilnehmer um rund 20 Prozent zurückgegangen. Ein Grund sei, dass 18- bis 28-Jährige immer weniger Zeit für einen längeren Sprachaufenthalt hätten.

22. August, NZZ am Sonntag: "Neue Kritik an Berset im Sprachenstreit" [und] ""Eine Abstimmung in der Sprachenfrage könnte verheerende Folgen haben"
Sprachenunterricht: Monika Maire-Hefti, Neuenburger Regierungsrätin und Präsidentin der CIIP, äussert sich im Interview zur Einmischung des Bundes beim Sprachenunterricht.

22. August, Aargauer Zeitung: "Französisch wird wichtiger, aber erst 2020"
Sprachenunterricht: In seinem Bericht zur Fremdsprachensituation an der Volksschule kommt der Regierungsrat zum Schluss, dass beim Sprachenunterricht auf Primar- und Sekundarstufe einiges geändert werden muss. Verbesserungen sollen ab dem Schuljahr 2020/21 eingeführt werden. Siehe auch Medienmitteilung vom 19.8.2016.

21. August, Neue Zürcher Zeitung: "Eine Abstimmung in der Sprachenfrage könnte verheerende Folgen haben"
siehe Artikel

16. August, Basler Zeitung: "Gschwind engagiert sich fürs Frühfranzösisch"

16. August, Basellandschaftliche Zeitung: "Erster Schultag" [und] "Baselland will aus den Fehlern der anderen lernen" Sprachenunterricht: Anlässlich ihres Besuchs zum Schuljahresanfang in der Sekundarschule Reinach hat sich Bildungsdirektorin Monica Gschwind zum Passepartout-Konzept geäussert. Der Initiative der Starken Schule Baselland, die den Bruch mit Passepartout verlangt, erteilte sie eine deutliche Absage. Es sei sowohl bildungs- als auch finanzpolitisch nicht zu verantworten, aus dem Sprachenkonzept auszusteigen, bevor dessen Wirkung bekannt sei. 

15. August, Neue Zürcher Zeitung "Das Erstarken der Romands"
siehe Artikel
 
 
11. August, Die Weltwoche, Nr. 32: "Bersets gefährlicher Kampf gegen die Kantone" [und] "Staat von unten" Fremdsprachenunterricht: In mehreren Interviews hat sich Bundesrat Alain Berset zum Fremdsprachenunterricht geäussert. Erfüllen die Kantone die Vorgaben des Sprachenkompromisses nicht, sei eine Intervention des Bundes denkbar. Im Artikel wird der Angriff auf die Bildungshoheit der Kantone kritisiert. In einem Interview erklärt der ehemalige Botschafter und Historiker Paul Widmer, was die Schweiz zusammenhält. Ohne Föderalismus gebe es keine Mehrsprachigkeit

03. August, Neue Luzerner Zeitung: "Bund lässt Zahl der Lektionen ausser Acht" [und] "Vom Frühfranzösisch geblendet" [und] "Nidwalden hat beim Unterricht Kurswechsel vollzogen" [und] "Kommentar: Auf einem Auge blind Fremdsprachenunterricht: Bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit müssen Schülerinnen und Schüler über Kompetenzen in einer zweiten Landessprache und einer weiteren Fremdsprache verfügen. Die Zahl der obligatorischen Französischlektionen pro Woche variiert von Kanton zu Kanton, insbesondere an der Realschule. Gemäss Christoph Eymann, Präsident der EDK, sollten auch die Realschüler die französische Sprache beherrschen, denn für viele Berufe ist die zweite Landessprache sehr wichtig.

02. August, Neue Zürcher Zeitung: "Die Schule ist für Fremdsprachen im besten Falle eine Türöffnerin"
Fremdsprachenunterricht: Raphael Berthele, Professor für Mehrsprachigkeit an der Universität Freiburg, warnt davor, in der laufenden Debatte Sprachen gegeneinander auszuspielen.
siehe Artikel

02. August, Tages-Anzeiger: "Es geht um mehr als "Symbolik"

02. August, Zentralschweiz am Sonntag: "Bye-bye Frühfranzösisch - Bonjour à la Suisse romande" Fremdsprachenunterricht: In einem Gastbeitrag äussert sich Ariane Gigon, Deutschschweizerkorrespondentin, zum Fremdsprachenunterricht. In einem weiteren Gastbeitrag äussert sich Peter Grünenfelder, Direktor von Avenir Suisse, zum Fremdsprachenstreit.

 
  

Juli 2016

27. Juli, Thurgauer Zeitung: "Thurgauer für Fremdsprachen an Primarschule" [und] "Ohne Rücksprache mit dem Volk"
Sprachunterricht: Im Mai 2006 verwarfen die Thurgauer Stimmbürger die kantonale Volksinitiative "Nur eine Fremdsprache an der Primarschule" mit 51.9% Nein-Stimmen. Auch weitere Volksbegehren, wie zum Beispiel eine Initiative, in welcher gefordert wurde jeglichen Fremdsprachenunterricht an der Primarschule zu verbieten, wurden abgelehnt. Rund zehn Jahre später hat der Regierungsrat gleichwohl beschlossen, dass auf der Primarstufe kein Französisch mehr unterrichtet wird. Der Artikel geht der Frage nach, wie es dazu kommen konnte.

25. Juli, Züriost: "Kanton Zürich schickt Lehrlinge nach Frankreich"
Fremdsprachenkenntnisse: Die bei der Zürcher Kantonsverwaltung angestellten KV-Lernenden werden ab nächstem Jahr ihren zweiwöchigen Sprachaufenthalt in Frankreich absolvieren. Bisher reisten sie jeweils nach England. Grund dafür sind die schlechteren Sprachkenntnisse der Lernenden in Französisch.

18. Juli, Südostschweiz, Ausgabe Graubünden: "Initianten wehren sich gegen den Weiterzug"
Fremdsprachenunterricht: Das Bündner Verwaltungsgericht hat eine Fremdspracheninitiative für gültig erklärt, welche die zweite obligatorische Fremdsprache in der Primarschule streichen lassen und als erste Fremdsprache Deutsch oder Englisch vorschreiben will (siehe Presseschau vom 12.5.2016). Die Sprachenorganisation Pro Grigioni Italiano (PGI) hat den Entscheid an das Bundesgericht weitergezogen. Die Initianten wehren sich gegen diesen Weiterzug und wollen Hand zu einer Lösung bieten. Jedes Sprachgebiet soll selbst über seine Sprachpolitik entscheiden können. Deshalb sei die Initiative in Form einer allgemeinen Anregung verfasst.

14. Juli, Neue Zürcher Zeitung: "Deutschschweizer und Romands - so ähnlich und doch so verschieden" [und] "Das gewisse Etwas" [und] "Les petites différences"


12. Juli, Der Bund: "Der Sprachenstreit ist Symbolpolitik"
Fremdsprachenunterricht: In einer Kolumne äussert sich Rudolf Strahm zur vom Bund geplanten Revision des Sprachengesetzes

11. Juli, NZZ am Sonntag: "Die Kantone haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht" [und] "Kommentar: Frühfranzösisch: Der Bundesrat lädt die Sprachenfrage unnötig auf"

Tages-Anzeiger: "Bersets Überzeugungstat" und "Eine fremde Sprache"

Neue Luzerner Zeitung: "Steiniger Weg für Berset", 9.7.2016 Zentralschweiz am Sonntag: "Französisch wieder vor Englisch" [und] "Mehr Französisch, weniger Englisch" [und] "Kommentar: Kauderwelsch"

Ostschweiz am Sonntag: "Mehr Französisch, weniger Englisch"

Schweiz am Sonntag: "Tessin fordert Italienisch für alle" [und] "Oh mon Dieu, take it easy: Kommentar

Sonntagszeitung: ""Amoklauf" gegen Sprachfrieden" [und] "Kommentar: Mes chers compatriotes, ça suffit!",

Basler Zeitung: "Wenn Brüssel in der Schweiz liegt"
Fremdsprachenunterricht: Weitere Reaktionen auf die vom Bund geplante Revision des Sprachengesetzes: Der Nidwaldner Bildungsdirektor Res Schmid sähe es lieber, wenn der Bund den Kantonen die Wahlfreiheit überlassen würde. Wenn sich der Bund aber einmische, dann sollte er den Deutschschweizer Kantonen die Vorgabe machen, zuerst Französisch und erst nachher Englisch zu unterrichten. Der Tessiner Erziehungsdirektor Manuele Bertoli fordert, dass alle Kantone in den Primar- und Sekundarschulen Italienisch zumindest fakultativ anbieten sollten.

08. Juli, Solothurner Zeitung: "Bartholdi wird zurückgepfiffen - kein Deutschzwang an Schule" [und] "Deutschzwang kommt vorerst nicht" [und] "Regierung drückt sich vor einer klaren Meinung: Kommentar
Deutschkenntnisse: Der Regierungsrat des Kantons Solothurn erklärt die Deutschpflicht auf dem Pausenplatz der Schule in Egerkingen für nicht rechtens. In den Ausführungsbestimmungen zur Schulordnung sei es nicht möglich, eine solche Deutschpflicht einzuführen.
 
07. Juli, Walliser Bote: "Bund setzt Kantone im Sprachenstreit unter Druck" [und] "Sprachen fördern?: Kommentar"

Neue Luzerner Zeitung: "Bundesrat nimmt Kantone in die Pflicht" [und] "Bersets Französisch-Diktat" [und] "Mit dem Brecheisen: Kommentar"

Schaffhauser Nachrichten: "Berset setzt die Kantone unter Druck" [und] "Bundesrat Bersets Französischdiktat"

Basellandschaftliche Zeitung: "Bundesrat kämpft für die Landessprachen" [und] "Frühfranzösisch bald obligatoire?" [und] ""Wir werden zum Sündenbock gemacht": Interview [mit Monika Knill]" [und] "Allez-y, Monsieur Berset: Kommentar"

Basler Zeitung: "Bundesrat beharrt auf zweiter Landessprache"

St. Galler Tagblatt: "Sprachenstreit: Kantone warnen vor "Zerreissprobe"" [und] "Bersets Französisch-Diktat" [und] "Jetzt zeuselt Berset am Pulverfass: Kommentar"

Südostschweiz, Ausgabe Graubünden: "Graubünden fürchtet sich nicht vor Entscheid aus Bern

Südostschweiz: "Berset will Französisch in der Primarschule vorschreiben" [und] "Fünf Fragen an Monika Knill"

Berner Zeitung: "Un plaidoyer pour le français" [und] "Das ist nicht unser Wunschszenario

Der Bund: "Bundesrat greift zu recht ein: Kommentar

Tages-Anzeiger: "Sprachenstreit: Bundesrat Berset setzt Kantonen ein Ultimatum" [und] "Der letzte Warnschuss im Sprachenstreit" [und] "Der Konflikt um den Fremdsprachenunterricht nahm seinen Anfang in Zürich" [und] "Zwängerei auf Kosten der Kinder" [und] "Wer Französisch lernt, soll Fehler machen dürfen" [und] "Umstrittene vierte Amtssprache" [und] "Ich rechne mit einem Aufschrei"

Neue Zürcher Zeitung: "Bersets heikler Eingriff im Sprachenstreit" [und] "Kantone kritisieren den Bundesrat - ein Referendum droht"
Sprachenunterricht: Der Bundesrat will mit einer Ergänzung von Artikel 15 des Sprachengesetzes die Stellung der Landessprachen im Sprachenunterricht der obligatorischen Schule festlegen. Dazu werden drei Varianten zur Diskussion vorgelegt, die den Kantonen unterschiedlich viel Spielraum lassen. Siehe Medienmitteilung Bundesrat. Christoph Eymann, Präsident der EDK, zeigt sich enttäuscht, dass der grosse Aufwand der Kantone zur Schulharmonisierung nicht gewürdigt wird und warnt vor schwierigen Diskussionen im Parlament und im Vorfeld einer Volksabstimmung. Siehe auch Medienmitteilung EDK vom 6.7.2016. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau nimmt den Eingriff des Bundes mit grosser Enttäuschung zur Kenntnis. Siehe Medienmitteilung vom 6.7.2016. 

04.Juli, Thurgauer Zeitung: "Zurück zum Frühfranzösisch?" [und] "IHK will Frühfranzösisch zurück"
Sprachenunterricht: Verbände und Parteien hatten bis Ende Juni Zeit, sich zum neuen Lehrplan 21 im Thurgau zu äussern. Die Industrie- und Handelskammer Thurgau (IHK) fordert in ihrer Stellungnahme, dass der Französischunterricht auf der Primarstufe verbleibt. Wegen der Abschaffung des Frühfranzösischen soll nämlich die Zahl der Französischlektionen auf der Sekundarstufe I erhöht werden. Die IHK befürchtet, dass dadurch der Stundenplan auf der Oberstufe überladen und die berufliche Orientierung darunter leiden werde

01. Juli, Neue Zürcher Zeitung: "Vive le français!"
Französischunterricht: Der Nutzen des Französischunterrichts wird in der Deutschschweiz zunehmend bezweifelt. Autor Christophe Büchi hält das in einem Meinungsbeitrag für eine Fehleinschätzung.

Juni 2016

29. Juni, Neue Zürcher Zeitung:" Die Vermessung der Bildung"
siehe Artikel

29. Juni, Freiburger Nachrichten: "Sprachenstreit: Bundesrat Berset soll warten"

29. Juni, Südostschweiz, Ausgabe Glarus: "Sprachenstreit: Die Kantone wehren sich"

29. Juni, St. Galler Tagblatt: "Ein Warnung der Kantone"

29. Juni, Berner Zeitung: "Berset soll warten"

 29. Juni, Neue Zürcher Zeitung: "Der Schmutzgeier landet in der Französischstunde"
Lehrmittel: Die Französischlehrmittel stossen auf Kritik. Die Passepartout-Kantone haben nun reagiert. "Mille Feuilles" und "Clin d'oeil" sollen nachgebessert werden. Siehe Medienmitteilung vom 23.6.2016.

 29. Juni, Neue Zürcher Zeitung: "Die Vermessung der Bildung"
Fremdsprachenunterricht: Sollen in der Primarschule weiterhin zwei Fremdsprachen unterrichtet werden? Der Sprachenstreit ist auch ein Streit um Forschungsresultate.

 28. Juni, Basler Zeitung: "Bildungspolitik braucht Fairness" [und] "Politische Fairness"  
Fremdsprachenunterricht: In einem offenen Brief kritisieren verschiedene Lehrer Erziehungsdirektor Christoph Eymann und fordern mehr politische Fairness.

 24. Juni, Basler Zeitung: ""Da musste ich meine Mitarbeiter schützen"
Fremdsprachenunterricht: Das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt hielt am Dienstag einen Info-Abend für Eltern ab, an welchem über die Entwicklungen im Fremdsprachenunterricht (Französisch und Englisch) an den Basler Volksschulen berichtet wurde. In der anschliessenden Diskussion kam auch Kritik auf (siehe auch Presseschau vom 22.6.2016). Christoph Eymann, Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, äussert sich im Interview dazu.

 

24. Juni,  Die Bildungsdirektoren der Passepartout-Kantone ziehen eine positive Bilanz zum Frühfranzösich und -englisch. Sie haben aber angekündigt, "Clin d'Oeil", das Lehrmittel für die Oberstufe, zu überarbeiten bzw. zu ergänzen. Objektive Erkenntnisse zu den Auswirkungen des neuen Fremdsprachenunterrichts soll es erstmals in zwei Jahren geben.
Fremdsprachenunterricht: Die beteiligten Kantone haben eine Evaluation in Auftrag gegeben. Siehe Medienmitteilung vom 23.6.2016
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24 Juni, Der Bund: "Lehrmittel wird nach einem Jahr bereits überarbeitet" [und] "Fünf Einige und ein Störenfried"

24 Juni, Freiburger Nachrichten: "Bildungsdirektoren reagieren auf Mängel bei Französisch-Lehrmittel" [und] "Korrekturen an Lehrmitteln vorgenommen" 

24. Juni, Aargauer Zeitung: "Der Glaubenskrieg"

24 Juni, Basler Zeitung: "Korrekturen beim Frühfranzösisch" [und] "Die Französisch-Lehrmittel werden nachgebessert" [und] "Schulreformen sind nicht tabu: Kommentar" 

24 Juni, Berner Zeitung: "Die neuen Lehrmittel müssen alltagstauglicher werden: Kommentar" [und] "Kantone reagieren auf die Kritik" 

24 Juni, Walliser Bote: "Nachsitzen für Kantone" 

23. Juni,  Passepartout auf der Sekundarstufe I angekommen
Fremdsprachenunterricht: Seit einem Jahr ist Passepartout auf der Sekundarstufe I angekommen: Alle Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse lernen mit den Lehrmitteln Clin d'oeil und New World Französisch und Englisch. Zeit für eine Zwischenbilanz, einen Rückblick auf das Erreichte und einen Ausblick auf die kommenden zwei Jahre, bis zum Projektabschluss im Sommer 2018. Siehe Medienmitteilung vom 23.6.2016.

 23. Juni, Basler Zeitung: "Dialekt im Kindergarten" [und] "Eine Schatztruhe voller  Mundart"
Mundart: Im Kanton Basel-Stadt findet der Kindergartenunterricht je zur Hälfte auf Hochdeutsch und Schweizerdeutsch statt. Die IG Dialekt will die Mundartsprache im Kindergarten mehr fördern und hat dazu ein Lehrmittel lanciert, welches bereits 2018 zum Einsatz kommen soll.

22. Juni, Basler Zeitung:"Der Unmut der Eltern"
Fremdsprachenunterricht: Das Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt hielt gestern einen Info-Abend für Eltern ab, an welchem über die Entwicklungen im Fremdsprachenunterricht (Französisch und Englisch) an den Basler Volksschulen berichtet wurde. In der anschliessenden Diskussion kam auch Kritik auf.

20 Juni, St. Galler Tagblatt: "Verstehen allein genügt nicht"
Im Interview äussert sich Corina Casanova, die neue Präsidentin des Forums Helveticum, zu Kenntnissen der Landessprachen der Schweiz. Diese blieben wichtig, nur durch sie gewännen wir Zugang zum Denken der anderen Sprachregionen.

17 Juni, Basellandschaftliche Zeitung:  "Eine Idee die Schule machen soll" [und] ""Es ist ein Skandal, gibt es nicht mehr solcher Angebote"
Bilinguale Matur: Seit Sommer 2012 bieten das Gymnasium Laufental-Thierstein (BL) und das Lycée cantonal de Porrentruy (JU) eine gemeinsame zweisprachige Matur an. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren die ersten zwei Jahre der Maturitätsausbilding am Regionalen Gymnasium Laufental-Thierstein, die beiden Jahre danach am Lycée cantonal in Porrentruy. Das Konzept erfreut sich grosser Beliebtheit bei den Schülern . Im Interview spricht Isidor Huber, Rektor des Gymnasiums Laufental-Thierstein, über das Projekt.

15. Juni, Thurgauer Zeitung: "Gedränge im Stundenplan"
Fremdsprachenunterricht: Der Kanton Thurgau möchte den Französischunterricht auf der Primarstufe streichen und gleichzeitig die Französischlektionen auf der Sekundarstufe I aufstocken. Die Schüler sollen am Ende der obligatorischen Schule ebenso gut Französisch können wie bisher. Dies führt jedoch zu einem überlasteten Stundenplan auf der Sekundarstufe I.

 

08. Juni, Thurgauer Zeitung: "Schüler lernen besser Englisch"
Sprachuntericht:Die Pädagogische Hochschule Thurgau (PHTG) hat im Auftrag des Amts für Volksschule den Englischunterricht im Kanton Thurgau evaluiert. Dafür wurden Erhebungen in den Jahren 2013 und 2015 gemacht. Im Vergleich zu 2013 erzielten die Schüler 2015 in allen Sprachkompetenzbereichen bessere Ergebnisse. Die besseren Ergebnisse gehen auf die Einführung des Frühenglisch und das neue Sprachlernparadigma, welches beim Unterrichten den Sprachgebrauch in den Vordergrund stellt, zurück. Siehe Mitteilung der PHTG vom 10.5.2016.

03. Juni, Neue Zürcher Zeitung: "Selbstbild der Mehrsprachigkeit"

Sprachuntericht: In einem Gastkommentar fordert Charles Hohmann, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des mehrsprachigen Unterrichts, mehr pädagogische Phantasie, keine unsinnigen Sparmassnahmen und weniger ideologisierte Polemiken. Die Schwierigkeiten seien hausgemacht. Mit ihrer Lösung kämen wir unserem Selbstbild als mehrsprachiges Volk ein Stück näher. Neue Zürcher Zeitung: "Selbstbild der Mehrsprachigkeit"

02. Juni, Basler Zeitung : "Wie aus Reformitis Big Business wird"

Sprachenunterricht: In einem Meinungsartikel wird das Fremdsprachenkonzept der EDK kritisiert.

Mai 2016

31.Mai, Bielertagblatt "Die Schweiz - eine vilefältige Spracheninsel"
siehe Artikel

 

April 2016

13. April,  Thurgauer Zeitung: "Schulen können Eltern für Deutschkurs zur Kasse bitten" [und] "Eltern werden zur Kasse gebeten"
Kostenbeteiligung der Eltern: Das neue Thurgauer Volksschulgesetz, welches vom Grossen Rat Anfang Jahr verabschiedet wurde, gibt den Schulen das Recht, in besonderen Fällen von Eltern eine Kostenbeteiligung für die Deutschnachhilfe zu verlangen, wenn die Kinder zu wenig gut Deutsch sprechen. Das Gesetz tritt am 1. August 2016 in Kraft (siehe auch Presseschau vom 3. und 12.4.2016).

12. April, Neue Zürcher Zeitung: "Aus der Sitzung des Kantonsrats"
Immersiver Fremdsprachenunterricht: Der Kantonsrat hat ein Postulat, das einen Bericht über das Verbesserungspotential des Fremdsprachenunterrichts in der Volksschule bei Anwendung immersiver Unterrichtsmethoden forderte, mit 91 zu 75 Stimmen abgelehnt.

12. April,Tages-Anzeiger: "Obligatorische Deutschkurse für Dreijährige" [und] "Eltern fremdsprachiger Kinder sollen Extra-Deutschstunden selber bezahlen" [und] "Deutsch für Kleinkinder" [und] "Basler Modell: Mehr als ein Drittel braucht Deutschkurs" [und] "Kommentar: Eine Investition, die sich auszahlt", Neue Zürcher Zeitung: "Schon Knirpse sollen Deutsch lernen", Der Bund: "Eltern fremdsprachiger Kinder sollen Extra-Deutschstunden selber zahlen" [und] "Kanton Zürich: Deutschkurs wird für Kleinkinder obligatorisch"
Sprachförderung: Der Kantonsrat will, dass Vorschulkinder mit ungenügenden Deutschkenntnissen während eines Jahres an zwei halben Tagen pro Woche einen Sprachförderungskurs besuchen. Eine Mehrheit von 150 Räten unterstützte eine entsprechende Parlamentarische Initiative vorläufig. Eine Motion, die eine Anpassung des Volksschulgesetzes forderte, die Eltern verpflichtet, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder über genügende Deutschkenntnisse verfügen, wurde abgelehnt. Auch in den Kantonen Luzern und Thurgau werden obligatorische Deutschkurse diskutiert. In beiden Kantonen sollen sich die Eltern an den Kosten beteiligen. In Luzern läuft derzeit die Referendumsfrist, im Thurgau haben vier Personen eine Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht.

11. April, Basler Zeitung: "Die Angst vor den Kratzern am Lack"

Sprachenunterricht: In einem Meinungsartikel wird das Fremdsprachenemodell 3/5 kritisiert.

11. April, Ostschweiz am Sonntag: "EDK-Präsident setzt Thurgau unter Druck", "Frühfranzösisch entzweit Kantone" und "Schwächung des nationalen Zusammenhalts : Kommentar"
Sprachenunterricht: Der Kanton Thurgau möchte den Französischunterricht auf der Primastufe streichen. Ob er das auch wirklich kann, ist nicht sicher. Der Bund ist bereit einzugreifen, falls der Thurgau sein Vorhaben umsetzt. Der Präsident der EDK, Christoph Eymann, signalisiert Unterstützung für eine Intervention des Bundes. Mehrere Ostschweizer Kantone stehen einem Eingriff hingegen sehr skeptisch gegenüber.

8. April, Thurgauer Zeitung: "Innerrhoden macht's vor" und "Glücklich mit dem "Non""
Sprachenunterricht: Der Kanton Thurgau will den Französischunterricht auf der Primarstufe abschaffen. Der Kanton Appenzell Innerrhoden hat das bereits vor rund 15 Jahren gemacht, bei gleichzeitiger Aufstockung der Lektionen auf der Sekundarstufe I. Der Ständerat und ehemalige Rektor des Gymnasiums Appenzell, Ivo Bischofberger, sowie Norbert Senn, Chef des Volksschulamtes, wollen nicht mehr zurück. Die Erfahrungen seien positiv.

6. April, Thurgauer Zeitung: "Gemischtes Echo vom Genfersee", ""Das ist emotionales Getue": Interview" und "Berset soll den Thurgau machen lassen: Kommentar" Le Temps: "De l'utilité de la fiction en politique"
Sprachunterricht: Mit der Abschaffung des Frühfranzösisch hat es der Kanton Thurgau auf die Titelseiten der Westschweizer Zeitungen geschafft. Die Reaktionen darauf fallen gemischt aus.
Die Urheberin der Debatte, Nationalrätin Verena Herzog, äussert sich im Interview zum Thema.

5. April, Basler Zeitung: "Zur Bildungsideologie der Erziehungsdirektorenkonferenz : Eymann negiert die Realität"
Sprachenunterricht: In einem Meinungsartikel reagiert Alina Isler, Vorstandsmitglied Starke Schule Baselland, auf Christoph Eymanns Replik zum Zeitungsartikel "Ein Flop, den niemand sofort stoppen will", welcher am 29. März in der Basler Zeitung erschienen ist. Darin kritisiert sie unter anderem den "gängigen Abwehrmechanismus der EDK". Kritiker würden "reflexartig als unwissend oder schlecht informiert hingestellt und so diffamiert".

4. April, Thurgauer Zeitung: "Statt Französisch lernen die Schüler das Thurgauerlied", "Thurgauerlied steht im Lehrplan", "Initianten fordern rasche Abstimmung", "Ein Verstoss gegen die Verfassung", "Rote Linie überschritten", "Was zählt, ist nicht der Gleichschritt : Kommentar", Neue Zürcher Zeitung: "Streit um Frühfranzösisch geht in die nächste Runde", NZZ am Sonntag: "Die nationale Kohäsion hängt nicht von Thurgauer Kindern ab", Ostschweiz am Sonntag: "Dem Thurgau droht Intervention des Bundes", Berner Zeitung: ""Spätfranzösisch" im Thurgau", "Kommentar: Bitte jetzt keine Debatte zum nationalen Zusammenhalt", Der Bund: "Schwieriges Französisch", "Reaktionen: Der Thurgauer Entscheid schmerzt uns", "Kommentar: Rettet das Frühfranzösisch", Neue Luzerner Zeitung: "Thurgauer Lehrplan ohne Französisch", Zentralschweiz am Sonntag: "Sprachenstreit: Was macht jetzt der Bund?", SonntagsZeitung: "Frühfranzösisch: Befürworter hoffen jetzt auf Berset", Le Temps: "La Thurgovie lâche le français en primaire", "Editorial: Un problème des langues en Suisse? S'il existe, il est romand", La Liberté: "Menace plus concrète contre le français", "Commentaire: une voie glissante", Tribune de Genève: "Français rayé de l'école, un défi lancé à Berset", "La riposte s'organise après une atteinte au français", "Editorial: la Thurgovie joue la provocation", La Regione Ticino: "Turgovia fa un altro passo"
Sprachunterricht: Der Regierungsrat hat die Vernehmlassung zum neuen Lehrplan Volksschule Thurgau, zu den Stundenplänen und zum Beurteilungsreglement eröffnet. Im Entwurf ist - wie vom Grossen Rat entschieden - vorgesehen, dass auf der Primarstufe kein Französisch mehr unterrichtet wird. Derweil fordern Kantonsräte und Mitinitianten einer gegen den Lehrplan 21 gerichteten Initiative in einem Brief an die Regierung, dass möglichst bald über die zustande gekommene Volksinitiative abgestimmt wird.

4. April, Neue Zuger Zeitung: "Zugs Schüler schneiden besser ab"
Fremdsprachenunterricht: Die Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ) hat in der Zentralschweiz eine Evaluation der Fremdsprachen durchgeführt. In einer Medienmitteilung hält die Zuger Bildungsdirektion fest, dass im direkten Zentralschweizer Vergleich die Zuger Schülerinnen und Schüler besser abschneiden. Die Kinder fühlen sich beim Lernen der Fremdsprachen nicht überfordert.

1. April, Basler Zeitung: "Gespräche statt Studien: Kommentar"
Sprachenunterricht: EDK-Präsident Christoph Eymann nimmt kritisch Stellung zum Zeitungsartikel "Ein Flop, den niemand sofort stoppen will", welcher am 29. März in der Basler Zeitung erschienen ist. Im Artikel wurde das Sprachenkonzept mit zwei Fremdsprachen stark kritisiert und als gescheitert bezeichnet. 

 

März 2016

31. März, Basler Zeitung: "Erziehungsdirektoren rennen ins Fiasko"
Fremdsprachenunterricht: In einem Meinungsartikel werden die Resultate der Fremdsprachenevaluation der Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz zum Anlass genommen, der EDK und der D-EDK vorzuwerfen, sie würden wissenschaftlich fundierte Studien ausblenden und ignorieren.

31. März, Freiburger Nachrichten: "Weiter Weg zur Zweisprachigkeit"
Zweisprachige Klassen: Mittels eines parlamentarischen Vorstosses wurde gefragt, wie zweisprachige Klassen in Schulen an der Sprachgrenze eingeführt werden könnten. In seiner Antwort hält der Staatsrat fest, dass zweisprachige Klassen, die je zur Hälfte aus einsprachigen Schülerinnen und Schülern der beiden Sprachgemeinschaften besteht, erst mit dem Lehrplan 21 möglich werden. Unterschiedliche Lehrpläne erschweren die Einführung von zweisprachigen Klassen.

30. März, Bote der Urschweiz: "Initianten fordern die Aussprache"
Fremdsprachenunterricht: Die Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz (BKZ) hat die Ergebnisse der gemeinsam durchgeführten Fremdsprachenevaluation veröffentlicht. Das Schwyzer Initiativkomitee gegen den Lehrplan 21 verlangt nun eine Aussprache mit der BKZ.

22. März, Basellandschaftliche Zeitung: "Eine Fremdsprache soll genügen", Basler Zeitung: "Initiativen greifen neuen Fremdsprachenunterricht an" und Le Temps: "Nouvelle attaque contre l'apprentissage des langues"
Sprachenunterricht: Die beiden Initiativen "Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt" und "Ausstieg aus dem Passpartout-Fremdsprachenprojekt" sind eingereicht worden.

19. März, Zentralschweiz: Neue Zürcher Zeitung: "Französisch-Lernziele bei Neue Luzerner Zeitung: "La langue française fait souffrir" [und] "Schüler scheitern am "Franz"" [und] "Kommentar: Am Ziel vorbeistudiert", Der Bund: "Frühfranzösisch wird in der Zentralschweiz nicht gestrichen", Le Temps: "Panorama: avantages du français en primaire"
Fremdsprachenunterricht: Die Bildungsdirektoren-Konferenz Zentralschweiz hat die Ergebnisse der gemeinsam durchgeführten Fremdsprachenevaluation veröffentlicht (siehe Presseschau vom 18.3.2016). Die Bildungsdirektoren wollen am Frühenglisch und Frühfranzösisch an den Primarschulen festhalten. Die Fremdspracheninitiativen empfehlen sie zur Ablehnung.

18. März, Neue Zürcher Zeitung: "An der Sprachgrenze fallen die Wachtürme"  
Zweisprachigkeit: Die Stadt Freiburg setzt verstärkt auf Bilinguismus und Austausch.

18. März, Neue Zürcher Zeitung: "Zeichen der Öffnung" 
Sprachen: Katrin Burkhalter, Dozentin für Kommunikation an der Hochschule Luzern und Lektorin an der Universität Freiburg, äussert sich in einem Gastkommentar zur Sprachenlandschaft in der Schweiz. Sie plädiert dafür, die eigene Sprache zu pflegen, uns der "Langue du Voisin" zuzuwenden und dem Englischen selbstbewusst und mit Augenmass zu begegnen.

10. März, SRF, "Wie bilingue ist die Schweiz?"
Eine der grossen Besonderheiten der Schweiz ist ihre Viersprachigkeit. Eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik zeigt, dass dieses Bild nicht ganz der Realität entspricht. Nur eine Minderheit der Menschen ist bilingue oder spricht zwei oder mehr Landessprachen im Alltag.
http://www.srf.ch/news/schweiz/wie-bilingue-ist-die-schweiz

6. März, SonntagsZeitung: "Sprachpolizei an den Hochschulen" [und] "An den Hochschulen treibt der Kastrat sein Unwesen" [und] "Willkommen in das Schweiz"
Geschlechtsneutrale Sprache: Der Artikel befasst sich kritisch mit der geschlechtsneutralen Sprache, die heute an den Hochschulen Pflicht sei und auf deren Einhaltung auch bei Bachelor- und Masterarbeiten gepocht werde.

4. März, La Regione Ticino: "La Polinesia unisce allievi di Elementari e Medie"
Insegnamento del francese: Durante la "Semaine de la langue française et de la francophonie en Suisse" in programma dal 12 al 20 marzo 2016 avrà luogo la 4a edizione del progetto "Le Français ensemble" che vede coinvolti oltre 2000 allievi di quinta elementare e di prima media. Il progetto mira a promuovere la conoscenza e la collaborazione tra i docenti di scuola elementare (docenti generalisti chiamati ad insegnare il francese) e i docenti di scuola media (specialisti dell'insegnamento del francese). Veda comunicato stampa del 1.3.2016.


3. März, Solothurner Zeitung: "Intensiver Deutschkurs für fremdsprachige Kinder" 
Einschulung und Deutschkenntnisse: Die FDP hat der Regierung mittels Interpellation Fragen zu Förderprogrammen für fremdsprachige Kinder vor der Einschulung gestellt. In ihrer Antwort thematisiert die Regierung auch die Möglichkeit eines Obligatoriums zur frühen Deutschförderung wie es der Kanton Basel-Stadt kennt. Ein solches Obligatorium würde die Bildungschancen für Kinder mit unzureichenden Deutschkenntnissen erhöhen.


2. März,
Freiburger Nachrichten: "Sprachkenntnis soll künftig ins Fähigkeitszeugnis" 
Fremdsprachen in der beruflichen Grundbildung: Der Nationalrat hat am Montag einem Postulat zugestimmt, in welchem verlangt wird, dass während der Ausbildung erworbene Sprachkenntnisse im eidgenössischen Fähigkeitszeugnis vermerkt werden (siehe auch Presseschau von gestern). Mit der Annahme des Postulats wird der Bundesrat verpflichtet, die Machbarkeit eines solchen Fremdsprachenvermerks zu prüfen und weitere Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Lernende der beruflichen Grundbildung für den Erwerb von Fremdsprachen motiviert werden können.

 

 

Februar 2016

27. Februar, Neue Zürcher Zeitung: "Das Zürchervolk entscheidet die Fremdsprachenfrage", Tages-Anzeiger: "Zürich soll Französisch streichen" [und] "Eine Sprache zu viel" [und] "Jetzt müssen wir die Übung abbrechen"
Fremdsprachenunterricht: Die Initiative "Mehr Qualität - eine Fremdsprache an der Primarschule" ist mit 9270 Unterschriften eingereicht worden. Die rechtlichen Probleme ähnlicher Initiativen in Graubünden, St. Gallen und Luzern, die als nicht vereinbar mit übergeordnetem Recht oder als der Einheit der Materie widersprechend beurteilt wurden, wollen die Zürcher Initianten umgangen haben: Falls sich zeigen sollte, dass das HarmoS-Konkordat ein Hindernis für die Verschiebung der zweiten Fremdsprache auf die Sekundarstufe ist, müsste dieses gemäss Initiative angepasst oder gekündigt werden. Ob das reicht, wird auch im Kanton Zürich noch zu klären sein. 

19. Februar, La Regione Ticino: "Italiando s'impara grazie ai Frontaliers", Neue Zürcher Zeitung: "Mehr als nur "Gnocchi", L'Hebdo: ""Italiando" pour inciter les jeunes à apprendre l'italien"
Austausch: Im Sommer 2016 startet das Projekt Italiando - Sprache und Sport in der Italienischen Schweiz. Das Projekt wurde vom Dipartimento dell'educazione, della cultura e dello sport (DECS) zusammen mit der Radiotelevisione svizzera di lingua italiana (RSI) und dem Kulturprozent Migros Tessin lanciert. Das Projekt richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren aus den anderen Sprachregionen der Schweiz, die eine Woche ihrer Sommerferien im Tessin verbringen wollen. Während dieser Woche haben die Jugendlichen die Möglichkeit, die Italienische Sprache und das Tessin zu entdecken.

15. Februar, St. Galler Tagblatt: "Kostenpflicht für Deutschlektionen unzulässig"
Deutschkenntnisse fremdsprachiger Schüler: In ihrer Antwort auf eine Interpellation lehnt die Regierung gesetzliche Mindestanforderungen an Deutschkenntnisse für den Eintritt in Regelklassen ab. Auch eine Kostenbeteiligung der Eltern am Unterricht Deutsch als Zweitsprache (DaZ) sei unzulässig.

11. Februar, Solothurner Zeitung: "Rat schweigt zur Deutsch-Order" 
Deutschkenntnisse: Der Gemeinderat von Egerkingen (SO) hat sich gestern erneut mit dem von ihm unter Strafe verordneten Deutschzwang auf dem Schulhausareal der Primarschule befasst. Er tat dies allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Der Gemeinderat hat die Ausführungsbestimmungen für die Umsetzung der neuen Verordnung zur Vorprüfung an den Rechtsdienst des Volksschulamtes verabschiedet. An der Verhaltensregel, dass auf dem Schulhausareal die Umgangssprache Deutsch gilt, hält der Gemeinderat weiter fest.

10. Februar, Solothurner Zeitung: "Auch der Mathelehrer spricht Englisch" [und] "Interesse ist grösser geworden"
Bilinguale Maturität: An der Kantonsschule Olten besteht das Angebot einer bilingualen Maturität (Deutsch und Englisch) seit dem Schuljahr 2009/2010. Seit dem Schuljahr 2014/2015 gibt es das Angebot auch an der Kantonsschule Solothurn. Der Artikel gibt einen Einblick in den Schulalltag einer bilingualen Klasse und lässt Schüler und Lehrpersonen zu Wort kommen.

9. Februar, Integration: Solothurner Zeitung: "Biel setzt auf Sprachförderung für kleine Kinder" Le Journal du Jura: "Encouragement à Bienne des langues pour les enfants avant l'école"
Die Hälfte der Kinder, die in der Stadt Biel in den Kindergarten kommen, können weder Französisch noch Deutsch. Die Stadt will dies ändern und insbesondere Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund früh sprachlich fördern. Dies soll mit einem Projekt erreicht werden, welches gestern von der Stadt lanciert wurde.

5. Februar, Tages-Anzeiger: "Bund stoppt 150-Millionen-Projekt"
Austausch und Mobilität: Der Bund kündigt den Vertrag mit der ch Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit. Diese fördert unter anderem den sprachlichen und kulturellen Austausch von Schülern und Studierenden in der Schweiz. Eine Evaluation hatte organisatorische und strategische Mängel ans Tageslicht gebracht. Ab 2017 wird eine Agentur von Bund und Kantonen die Leistungen abdecken.

4. Februar, Solothurner Zeitung: "Schulverbände kritisieren Egerkinger Deutschbefehl"
Deutschkenntnisse: Wer sich weigert, auf dem Schulhausareal der Primarschule Egerkingen Deutsch zu sprechen, soll bestraft werden (siehe Presseschau vom 28.1.2016). Der Verband der Lehrerinnen und Lehrer Solothurn (LSO) sowie der Verband der Solothurner Schulleitenden (VSL-SO) lehnen den Beschluss des Egerkinger Gemeinderats entschieden ab. Durch den Erlass von Ausführungsbestimmungen zur Schulordnung greife der Gemeinderat in unzulässiger Weise in die Kompetenz der Schulleitung ein.

4. Februar, Die Südostschweiz, Ausgabe Graubünden: "Die Stadt bezahlt den Schülern das Busbillett" Transportkosten:
Das Bündner Verwaltungsgericht verpflichtet die Stadt Chur zur Übernahme der Transportkosten für den zweisprachigen deutsch-romanischen Kindergarten. Die Stadt Chur will das Urteil nicht ans Bundesgericht weiterziehen. Das Urteil wird auch Folgen für die übrigen zweisprachigen Klassen haben. Offen ist noch, wie die Kindergärtler, denen die Fahrt mit dem Stadtbus nicht zuzutrauen ist, künftig transportiert werden. Neu ist die Stadt dafür verantwortlich.

2. Februar, Aargauer Zeitung: "Lehrer-Präsidentin fordert Deutschkurse in Kinderkrippen" [und] "Sprachkurs in der Krippe statt Deutschpflicht im Schulareal" [und] "Der Kanton Aargau macht sicherlich genug" [und] "Die deutsche Sprache als Basis der Integration" [und] "Kommentar: Deutsch lernen auf dem Mittelweg"
Deutschkenntnisse: Der Entscheid aus Egerkingen, dass Schüler und Schülerinnen auf dem Pausenplatz nur noch Deutsch sprechen dürfen, stösst bei Elisabeth Abbassi, Präsidentin des Lehrerverbands, auf Kritik. Sie favorisiert das Basler Modell: Dort gibt es ein Krippen-Obligatorium und Kinder müssen vor dem Schuleintritt Deutsch können. In einem Interview äussert sich Christian Aeberli, Leiter Abteilung Volksschule Kanton Aargau, unter anderem zu den Kürzungen beim Unterricht "Deutsch als Zweitsprache".

2. Februar, Solothurner Zeitung: "Egerkinger Deutschbefehl: Bartholdi krebst bei Sanktionen zurück" 
Deutschkenntnisse: Wer sich weigert, auf dem Schulhausareal der Primarschule Egerkingen Deutsch zu sprechen, soll bestraft werden (siehe Presseschau vom 28.1.2016). Da an einem Treffen zwischen dem Gemeinderat und der Schulleitung Bedenken gegen diese Sanktionen angemeldet wurden, soll anstelle eines Deutschkurses ein Verhaltenskurs verfügt werden. Der Gemeinderat wird an seiner Sitzung vom 10.2.2016 über die Änderung der Schulordnung befinden.

 

 
Januar 2016

31. Januar, Neue Zürcher Zeitung: "Fremdsprachen-Verbot auf dem Pausenplatz", Schweiz am Sonntag: "Zwänge bringen in diesem Fall nichts": 
Deutschkenntnisse: Mit bis zu 550 Franken wird bestraft, wer auf dem Areal der Primarschule Egerkingen kein Deutsch spricht (siehe Presseschau vom 28.1.2016). Das Verbot von Fremdsprachen sei ein schwerwiegender Eingriff in die Grundrechte, sagt Rechtsprofessor Markus Schefer. Nur wenn ein ordentlicher Schulbetrieb ohne das Verbot nicht aufrechterhalten werden kann, sei eine solche Massnahme angebracht.
Dina Sahrai, Professorin für Soziales Lernen unter erschwerten Bedingungen an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz, kritisiert den Entscheid des Egerkinger Gemeinderats und legt dar, welche Massnahmen gegen Mobbing, Gewalt und Ausgrenzung möglich sind.

29. Januar, Neue Luzerner Zeitung: "Zugs Kantonsrat setzt auf Kompromiss" 
Mundart: Der Kantonsrat stellt sich nach wie vor gegen die Initiative der SVP, die im Kindergarten und in den Fächern Musik, bildnerisches und handwerkliches Gestalten und Sport in der Primarschule grundsätzlich Mundart verlangt. Die Gegner setzen ihre Hoffnung in einen Gegenvorschlag. Dieser will, dass im Kindergarten "grundsätzlich Mundart" und in der Primar- und Sekundarstufe "grundsätzlich Standardsprache" gesprochen wird. Die Initiative kommt voraussichtlich im September zur Abstimmung.

28. Januar, Solothurner Zeitung: "Wer kein Deutsch spricht, wird bestraft" [und] "Nachgefragt: "Die Ausführungsbestimmungen sollten nicht zur Eskalation einer Situation führen""
Deutschkenntnisse: Der Egerkinger Gemeinderat hat Ausführungsbestimmungen zur Schulordnung erlassen. Unter anderem gilt künftig während den gesamten Schulzeiten und auf dem ganzen Schulareal die Umgangssprache Deutsch. Wer sich nicht daran hält, erhält in einem ersten Schritt einen mündlichen Verweis, danach wird ein schriftlicher Verweis an die Eltern mit Androhung auf Anordnung eines kostenpflichtigen Deutschkurses ausgesprochen. Für die Gemeindepräsidentin befindet sich diese Regel rechtlich im Graubereich. In einem Interview äussert sich Andreas Walter, Leiter des Amtes für Volksschule, zur neuen Regel.

26. Januar, Neue Luzerner Zeitung: "Sprachförderung sorgt für emotionale  Debatte"
Gesetzesrevision: Im Rahmen der Teilrevision des Volksschulbildungsgesetzes sprach sich der Kantonsrat in erster Lesung für die Verschiebung des Stichtags von heute 1.11. auf den 31.7. aus. Das Parlament sprach sich weiter gegen eine Verpflichtung der Gemeinden aus, Angebote der frühen Sprachförderung für fremdsprachige Kinder bereitzustellen. Der Kantonsrat sprach sich auch gegen eine gesetzliche Verankerung der Schulsozialarbeit aus. Gutgeheissen wurden die Aufhebung des Niveau D auf der Sekundarstufe sowie eine Kompetenzverschiebung von der Bildungskommission zu den Gemeinden.

25. Januar, Der Bund: "Die Deutschkenntnisse bereiten den Lehrmeistern Kopfzerbrechen" 
Flüchtlinge: Die Technische Fachschule Bern bildet 22 Flüchtlinge in den Bereichen Bau und Holz aus. Diese Woche entscheidet der Kanton, ob das Pilotprojekt weitergeführt wird. Das bisherige Fazit ist vielversprechend.

22. Januar, Neue Luzerner Zeitung: "Gemeinden sind gegen Deutschzwang"  Frühe Förderung: Im Rahmen der Teilrevision des Volksschulbildungsgesetzes will die Regierung die Gemeinden verpflichten, fremdsprachige Kinder noch vor dem Kindergarten in Deutschkurse zu schicken (siehe auch Presseschau vom 19. und 21.1.2016). Viele Gemeinden lehnen dies vor allem aus finanziellen Gründen ab.

18. Januar, Neue Luzerner Zeitung: "Primarlehrer sollen alles können" [und] "Ausnahme bei Fremdsprachen"
Lehrerbildung: Mittels Postulat soll der Regierungsrat beauftragt werden, sich an der Pädagogischen Hochschule Luzern dafür einzusetzen, dass die Ausbildung die Primarlehrpersonen künftig zum Unterricht aller Fächer und aller Bereiche befähigt - mit einer Ausnahme: So soll auch künftig nur eine Fremdsprache gewählt werden müssen. Heute erlangen die Studierenden die Befähigung für sieben von neun Fächern.

8. Januar, Basellandschaftliche Zeitung: "Bund soll über Fremdsprachen richten"
Fremdsprachenunterricht: Jürg Wiedemann, Landrat in Baselland, möchte das Erlernen einer zweiten Fremdsprache landesweit auf die Sekundarstufe verbannen. Dies möchte er mittels einer Standesinitiative erreichen. Wiedemann will die Motion, mit der die Baselbieter Regierung aufgefordert wird eine entsprechende Standesinitiative auszuarbeiten, noch im Januar einreichen.

8. Januar, Thurgauer Zeitung: "Studenten lernen lieber Englisch"
Lehrerbildung: Immer mehr Studierende der PH Thurgau wählen Französisch ab. Heute belegen nur noch 30 Prozent das Fach Französisch. Die geplante Abschaffung des Französischen auf der Primarstufe leistet dieser Tendenz noch Vorschub.

7. Januar, Schaffhauser Nachrichten: "Nicht rütteln am heutigen System" und "Keine Sorge wegen Fremdsprachen"
Fremdsprachenunterricht: In ihrer Antwort auf einen Vorstoss zum Fremdsprachenunterricht an der obligatorischen Schule legt die Regierung diverse Informationen zum Thema vor.
Im Kanton Schaffhausen lernen Schüler ab der 3. Klasse der Primarschule Englisch und ab der 5. Klasse Französisch. Am bestehenden Modell soll nichts geändert werden, so die Regierung.

6. Januar, Neue Zürcher Zeitung: "Das Lernen einer fremden Sprache ist eine Wissenschaft für sich"
Fremdsprachenlernen: Eine von der Koordinationskonferenz Bildungsforschung von Bund und Kantonen in Auftrag gegebene "systematic review" betreffend das Fremdsprachenlernen auf der Primarstufe kommt unter anderem zum Schluss, dass über die Reihenfolge von Fremdsprachen keine wissenschaftlich fundierte Aussage gemacht werden kann und Schülerinnen und Schüler nicht überfordert sind, wenn zwei Fremdsprachen gleichzeitig vermittelt werden.

4. Januar, Neue Luzerner Zeitung: "Immer weniger lernen Latein"
Lateinunterricht: An Luzerner Gymnasien wählen immer weniger Schülerinnen und Schüler das Fach Latein. Haben vor 10 Jahren noch 12 Prozent den Maturabschluss im Fach Latein absolviert, waren es im vergangenen Jahr noch 4 Prozent. Gemäss Aldo Magno, Leiter der Dienststelle für Gymnasialbildung, ist der Rückgang mit der Lockerung resp. Aufhebung des Lateinobligatoriums an den Universitäten sowie der Erhöhung der Anzahl Schwerpunktfächer an den Gymnasien erklärbar.

4. Januar, Der Bund: "Berner, Genfer und Zürcher gemeinsam im Schul-Skilager"
Austausch: Schülerinnen und Schüler aus den Kantonen Bern, Genf und Zürich treffen sich im Januar zu zweisprachigen Schneesportlagern. Es handelt sich um ein Pilotprojekt der Austauschkoordinatoren der Kantone Bern und Genf.